Unsere Tiere
Auf unserem Hofe leben viele Tiere. Hier stellen wir sie vor:
Auf dem Hof und im Haus: Hunde, Katze
Unser Hofhund (Appenzeller Sennenhund) und Jagdhund (Tiroler Bracke)
Anton, so heißt unser Hofhund, wurde am 11.04.2005 geboren und ist ein waschechter Appenzeller Sennenhund. Ursprünglich aus der Schweiz stammend, lebte diese Rasse auf den Höfen in den Alpen. Der Hund wurde vielfältig eingesetzt, zum Hüten und Treiben der Kühe und Schafe, zum Bewachen der Höfe und zum Transport von Waren auf einem Wagen zum nächst gelegenen Markt. Heute gibt es nur noch wenige Appenzeller, dafür aber vielfältige Bestrebungen von Züchtern, diese Rasse zu erhalten. Appenzeller sind echte Familienhunde, sie bewachen gern und sind von Natur aus neugierig und sehr aktiv.
Cora unser Jagdhund, kommt auch aus den Alpen. Sie ist eine treue Gefährtin als Stöber- und Nachsuchenhund bei der Jagd.
Unsere Katze
Unsere Katze ist ein Kater und heißt Wladimir. Als echter Hofkater mag er am liebsten Mäuse. Manchmal fällt ihm auch ein Vogel zum Opfer. Ansonsten liegt er gern mal in der Sonne und döst vor sich hin.
Unser Federvieh: Gänse, Enten, Hühner
Pommerngänse
Die Gänse auf dem Hof stammen aus einer alten, aber zum Glück noch nicht seltenen Rasse, Pommerngänse genannt. Sie weiden hinter dem Arbeiterhaus oder auf unserer Wiese am Hühnerhof. Gänse sind sehr wachsame Tiere und melden jeden Besucher sofort mit lautem Geschnatter an.
Enten
Auf unserem Hof leben verschiedene Rassen: Flugenten, Pommernenten und Laufenten. Die Enten ziehen wir selber nach, meist mit dem Brutapparat. Im Juli / August holen wir noch Mularden, diese werden für Weihnachten großgezogen und am 23. und 24.12. im Hofladen verkauft.
Hühner
Viele bunte Hühner unterschiedlicher Rassen legen weiße, braune und grüne Eier. Neben dem typischen Leghorn (weiß) haben wir noch Italiener, Sussex, Marans und auch Perlhühner. Diese machen gelegentlich etwas „Krach“, trompeten den Abend ein. Auch vom Aussterben bedrohte Vorwerkhühner leben bei uns.
Im Stall und Koppel: Schweine, Kaninchen
Sattelschweine
Unsere Schweine sind Sattelschweine und leben wie in alten Zeiten im Schweinekoben. Wir haben drei Sauen und einen Eber für die Zucht. Sattelschweine haben sehr gute Muttereigenschaften und waren auf den Höfen in Brandenburg verbreitet. Die Rasse ist eine alte Wirtschaftsrasse, die aber mit den jetzigen Anforderungen der industriellen Fleischproduktion nicht mithalten kann. Das Fleisch ist gut durchmarmoriert, das heißt, das Fleisch ist fettdurchzogen und deshalb sehr schmackhaft.
Die von uns gezogenen Ferkel werden verkauft, für die weitere Zucht eingesetzt oder geschlachtet und verarbeitet. Sattelschweine sind eine vom Aussterben bedrohte Tierrasse. Sie gelten als extrem gefährdet.
Kaninchen
Die Kaninchen leben bei uns entweder in der typischen Kaninchenbuchte oder im Freilaufgehege. Im Frühjahr werfen die Häsinnen zumeist fünf bis acht Junge, die in einem Nest aus Haaren und Heu aufgezogen werden.
Auf der Weide: Rinder und Schafe
Rinder (z.Z. nicht auf dem Hof)
Auf der großen Weide leben die Rinder. Wir haben zwei Mutterkühe und ein Kalb. Als Fleischrinder werden diese Kühe nicht gemolken, die Milch reicht gerade für die mitlaufenden Kälber. Die Rinder bleiben ganzjährig im Freien. Damit die Weide nicht zerstört wird, ist sie in einzelne Portionsweiden unterteilt. So kann immer der nicht genutzte Teil nachwachsen.
Schafe
Suffolk laufen mit den Lämmern auf der Weide. Die Glocke zeigt immer an, wo der Bock sich gerade befindet. Früher, als noch die LPG (Landwirtschaftliche Produktionsgenossenschaften in der DDR) für viele Bewohner der Dörfer in den neuen Ländern Arbeit und Auskommen boten, lebten in der Mark Brandenburg viele Schafe. Fast jede LPG hatte eine Schafherde, zumeist von der Rasse Merino Landschaf. Die Produktion der Wolle brachte gutes Geld. Weniger gefragt war das Fleisch. Mit der Wende und dem Verfall der Wollpreise haben fast ausnahmslos alle Agrargenossenschaften ihre Schafe abgeschafft. Ein fataler Entschluss mit weit reichenden ökologischen Folgen, so sind z.B. die Deichdämme nicht mehr beweidet worden und Teile der Heidelandschaft werden durch den Wald zerstört.
So haben wir diese alte Tradition wieder aufgenommen und betreuen in Brandenburg eine Schafherde mit ca. 600 Schafen. Die Schafe werden gehütet und weiden auf dem ehemaligen Flugplatz in Wittstock. Da wir für die Wolle nur soviel Geld erhalten, dass wir den Schafscherer bezahlen können, haben wir die Rasse von Merino Landschafen auf Schwarzköpfige Fleischrassen umgestellt. Durch Einkreuzungen versuchen wir ein großrahmiges Fleischschaf zu züchten, welches mit den vorherrschenden Bodenverhältnissen (feuchte Wiesen usw.) gut klarkommt.
Auf dem Feld: Bienen
Unsere Bienen
Bei der biologischen Pflanzenkläranlage stehen die Bienen in Magazinen. Zwischen 3 bis 5 Völker haben wir das Jahr über. Die Bienen sammeln fleißig den Honig und die Pollen zur Versorgung ihrer Brut. Im Juni und Juli wird dann geerntet, der reife Honig wird aus den Waben geschleudert und durch ein Sieb in Eimern abgefüllt. Danach füllen wir den Honig in Gläser und verkaufen ihn im Hofladen.
Unser Engagement
Wir haben uns bei der GEH (Gesellschaft zur Erhaltung alter und gefährdeter Haustierrassen e.V.) als Archehof beworben. Über 90 landwirtschaftliche Nutztierrassen stehen auf der Roten Liste. Mit unserem Engagement erhalten wir nicht nur die Artenvielfalt, sondern zeigen auch, wie Landwirtschaft vor ihrer Industrialisierung funktionierte. So bewirtschaften wir Flächen, die ertragsschwach sind und erhalten unsere Kulturlandschaft.